Start/Datenrettung/Datenrettung Festplatte
Die Festplatte klickt. Und dann?
Eine klassische Festplatte ist ein mechanisches Gerät: Scheiben drehen mit 5400 bis 15000 Umdrehungen, Köpfe schweben wenige Nanometer darüber. Fällt eines dieser Teile aus, ist der Datenträger nicht erkannt — die Daten selbst liegen aber meist unverändert auf der Oberfläche.
Schadensbilder
Womit wir es üblicherweise zu tun haben.
Klick- oder Schleifgeräusche
Der Schreib-Lesekopf findet die Servospur nicht mehr oder berührt die Oberfläche. Jeder Einschaltversuch trägt Material ab. Reparatur nur im Reinlabor, Köpfe werden getauscht.
Keine Reaktion, kein Anlaufen
Meist ein Defekt der Steuerplatine, oft nach Überspannung. Die Platine wird instandgesetzt oder ersetzt — inklusive Übertragung der plattenspezifischen Adaptivdaten aus dem ROM.
Wird erkannt, aber nicht gelesen
Defekte Sektoren, beschädigte Firmware-Module oder ein zerstörtes Dateisystem. Auslesen mit angepassten Lesestrategien und Rekonstruktion der Strukturen.
Festplatte gestürzt
Kopf-Crash mit Kratzern auf der Oberfläche. Wie viel zu retten ist, hängt davon ab, welche Bereiche betroffen sind — die Analyse zeigt es.
Gelöscht oder formatiert
Solange nicht weitergeschrieben wurde, sind die Daten physisch noch da. Nur die Verweise fehlen. Hohe Erfolgsquote, meist ohne Öffnen der Platte.
Vorgehen
So arbeiten wir an diesem Fall.
Eingangsprüfung
Sichtprüfung, Stromaufnahme, Geräuschbild. Die Platte wird nur so kurz wie nötig bestromt.
Reinlabor bei Bedarf
Ist der Kopfstack defekt, wird die Platte unter Reinraumbedingungen geöffnet und mit passenden Ersatzköpfen bestückt.
Sektorweises Abbild
Wir lesen die Oberfläche in ein Abbild ein, kritische Bereiche mit reduzierter Geschwindigkeit und mehreren Durchläufen.
Rekonstruktion
Aus dem Abbild werden Partitionen, Dateisystem und Dateien wiederhergestellt und auf Lesbarkeit geprüft.
Häufige Fragen
Datenrettung Festplatte — was oft gefragt wird.
Häufig ja. Entscheidend ist, ob die Köpfe die Oberfläche beschädigt haben und wo. Nach einem Sturz gilt: nicht mehr einschalten. Jeder weitere Startversuch nach einem Kopfschaden verschlechtert das Ergebnis messbar.
Bei logischen Schäden höchstens CHF 290. Muss die Platte im Reinlabor geöffnet werden, beginnt es bei rund CHF 890. Der verbindliche Festpreis steht nach der kostenlosen Analyse fest.
Nein. Der oft zitierte Trick stammt aus den 1990er-Jahren und schadet heutigen Laufwerken: Kondenswasser setzt sich auf der Oberfläche ab und beschädigt beim Anlaufen die Köpfe.
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